Schüler Eltern Lehrer Mediation am ASG

Ferien und Chemie

Ferien mal anders: Chemiepraktikum im Sommercamp der TU Kaiserslautern

Laura Gorek, Kl. 11 berichtet:

Ein kaputtes Mikroskop, eine Explosion im Labor und ein missglückter Blutversuch im Hörsaal… Diese Ereignisse begleiteten uns Tag für Tag in unserem Chemiepraktikum an der Technischen Universität in Kaiserslautern. Mit einer Kennen-Lern-Runde um den Billardtisch fing alles an, es entwickelte sich eine rundum glückliche Gemeinschaft. Nach einem ausgewogenen Frühstück fuhren wir jeden Morgen mit dem Bus von Trippstadt zur Universität. Dort begannen die interessantesten Experimente, von Kondom-Blümchen bis hin zu wandernden Feuerbällen. Wir hantierten jeden Tag mit Umwelt- und Gesundheitsgefährdenden und extrem explosiven Chemikalien. Am Ende der Woche gab es dann eine große Vorführung. Jeder von uns hat verschiedene Experimente vorgeführt, welche zum Teil auch misslungen sind ;) Es gab tanzende, brennende Gummibären, eine Blümchenrakete die quer durch den Hörsaal schoss, goldene und silberne 1-Cent-Münzen, sowie einen wandernden Feuerball und vieles, vieles mehr. Alles in allem war es eine interessante, experimentelle Woche mit außergewöhnlichen Versuchen, tollen Leuten, sehr leckerem Essen und einer wunderbaren Unterkunft.

Maximilian Müllenbach, Kl. 11, berichtet:

Die Psyche verschiedener Personen ist auf Äußerste verzerrt. Hoffentlich nur temporär. Bei einem lauten Knall erwartet jeder eine  Wasserstoffexplosion. So erging es uns nach einem einwöchigen Chemiepraktikum an der Technischen Universität Kaiserslautern. Sonntags kamen wir an und betraten eine recht geräumige und saubere Unterkunft. Diese hatte auch einen Billardtisch, an welchem wir einige Stunden voller Amüsement  verbrachten. Im Laufe der Woche lösten wir ebenfalls ca. 70 „Black Stories“, die meisten davon spätabends/nachts.

Die Experimente wurden in Gruppen ausgeführt und waren sehr informativ und oft auch äußerst unterhaltsam. Sie behandelten Redoxreaktionen (v.a. Entstehen von Metalbäumen) und analytische Verfahren der Lebensmittelchemie (v.a. quantitative und qualitative Nachweise). Selbstverständlich wechselt das Programm jährlich. Sowohl Praktiker, als auch Theoretiker wurden gleichermaßen gefordert und natürlich wurden kristallisierte Stoffe auch mikroskopiert. Die Bilder waren erstaunlich.

Die letzten beiden Tage verbrachten wir mit den Vorbereitungen für Schauversuche, welche wir dann auch präsentierten. Dabei handelte es sich um bereits erwähnte  Wasserstoffexplosionen, eine Art Simulation der Hindenburg, Phosphorschnipsen, welches recht oft zu leichten Verbrennungen führte, Chemolumineszensreaktionen, schmerzhaft „krepierende“ Gummibärchen und wachsende Kondomblumen. Bei allen Versuchen hatte man weitgehend freie Hand und konnte sich die Arbeit selbst einteilen.

Nette Betreuer halfen auf Anfrage und waren auch immer offen für neue Ideen. Auf Wunsch konnte man auch mal das Micro-Lab temporär verlassen und Vorlesungen verschiedener Studienfächer besichtigen.  Mittagessen gab es in der hervorragenden Mensa (leckeres Essen, viele Wahlmöglichkeiten und gar köstliche Desserts) der TU und Supermärkte zum Kauf von Süßigkeiten, Alkohol und anderlei Konsumgütern waren ebenfalls leicht erreichbar. Letztendlich war es eine wundervolle Woche und es bildete sich schnell eine Gemeinschaft, die sich vor allem durch einen starken Zusammenhalt und einer erfrischenden Heterogenität auszeichnete.