Schüler Eltern Lehrer Mediation am ASG

Von Leseratten und Bücherwürmern

Besuch in der Buchhandlung Blanchebarbe

Am ersten Schultag nach den Osterferien ließen es sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5E3 des ASG nicht nehmen, den UNESCO-Welttag des Buches nachzufeiern. Der fällt traditionell auf den 23. April und dieser Tag lag in diesem Jahr mitten in den Ferien. Aber besser spät als nie! 

Warum der Welttag des Buches ausgerechnet am 23. April begangen wird, erklärte uns Barbara Blanchebarbe, die Inhaberin der Buchhandlung B in der Lotteriestraße und ehemalige Schülerin des ASG. Danach wusste Lara aus unserer Klasse, dass sie zusammen mit Shakespeare Geburtstag hat. 

Die Buchhandlung B (klein aber oho!) war dem Ansturm der 27 Leseratten und Bücherwürmer durchaus gewachsen. Es wurde eng, aber gemütlich. Sofort entdeckten die Mädchen und Jungen die neuesten Fortsetzungsbände ihrer Lieblingsbücher und durften dann auch nach Lust und Laune schmökern. 

Es wurde ein zünftiges Lesefest, denn für alle gab es noch ein kleines Büchlein. Dazu ist auf der Homepage www.welttag-des-buches.de zu lesen: Das Buch "Ich schenk dir eine Geschichte", herausgegeben von cbj-Verlag, Deutsche Post AG, Stiftung Lesen und ZDF, schlägt jedes Jahr eine Brücke zwischen Schule und Buchhandel. Die Buch-Gutschein-Aktion unterstützt dies, indem alle Viert- und Fünftklässler deutschlandweit dazu animiert werden, sich im örtlichen Buchhandel mit einem Buch-Gutschein das Buch "Ich schenk dir eine Geschichte" abzuholen. … Einen großen Beitrag zum Erfolg der Aktion leisten die rund 3500 Buchhandlungen, die die Verschenkbücher zum Selbstkostenpreis erwerben, um sie jungen Lesern im ganzen Land zu schenken. Ein großartiges Engagement zur Leseförderung! Bei einem frühsommerlichen Eis konnte der Morgen dann gemütlich ausklingen. 

Leseförderung muss nachhaltig sein

Leseförderung muss nachhaltig sein, und dieser Forderung trägt das ASG Rechnung: Weitere 5er-Klassen werden bis Mitte Mai in unsere Fußstapfen treten. Und es gibt in regelmäßigen Abständen Lesungen von Jugendbuchautorinnen und -autoren, die der Friedrich-Bödecker-Kreis vermittelt. Die Schulbibliothek hat darüber hinaus in puncto spannende Jugendbücher einiges zu bieten und der neu eingerichtete Leseraum in der Schule will in Pausen und Freistunden mit dazu beitragen, die Schülerinnen und Schüler zum Lesen zu verführen. Schließlich sind wir unserem Schulpaten verpflichtet, und der war als Junge schon eine ständig hungrige Leseratte. 

In seiner Biographie über Albert Schweitzer schreibt Burghard Bartos dazu: Albert las wie ein Verrückter, angefangene Bücher konnte er gar nicht mehr aus der Hand legen. Und weil er nur bis zehn Uhr lesen durfte, überflog er die Bücher, wenn die Zeit knapp wurde. Das war der Tante gar nicht recht. "Lies doch langsam und schling die Bücher nicht so in dich hinein", verlangte sie. Es half nichts - Albert raste über die Seiten hin, und wenn ihm ein Buch besonders gut gefiel, las er es gleich zweimal oder dreimal hintereinander.