Schüler Eltern Lehrer Mediation am ASG

Grundschülern geht ein Licht auf

Schülerinnen und Schüler der Grundschule Siersburg zu Gast am ASG.

Wie schon im vergangenen Jahr eröffnet das ASG Schülerinnen und Schülern der umliegenden Grundschulen einen Praktikumstag, bei dem die Fachbereiche Sprachen und Naturwissenschaften vorgestellt werden. Getreu dem Motto „Hilf mir, es selbst zu tun“ experimentieren die Gäste mit Sprache, führen physikalische und chemische Versuche durch und erlernen die Bedienung eines Mikroskops.

Frau Frank und ihre Helfer teilen die Materialien für ein chemisches Experiment aus. Es geht darum, erst einen Ball auf chemischem Wege verschwinden zu lassen und dann wieder einen herzustellen. Schutzbrillen aufsetzen, Handschuhe an, und schon geht es los. Konzentriert wird gemischt, gerührt und geformt, bis die Schülerinnen und Schüler am Ende einen selbst hergestellten Flummi in der Hand halten. „Wetten, der springt nicht!“, meint Felix skeptisch. Seine Klassenkameradin Mirah belehrt ihn gleich eines Besseren. Enttäuschung gibt es am Ende: Gerne hätten einige die Schutzbrillen als Andenken behalten. Allerdings nehmen die Gäste den selbst gebastelten Flummi und ihren Brenner aus dem Chemielabor mit.

Den Brenner haben sie unter Anleitung von Herrn Kirsch hergestellt: In einem zweiten Labor riecht es verdächtig. „Das ist Brennspiritus!“, ruft Christian begeistert. „Aber wir brauchen noch einen Docht.“ In einem Analyseglas befindet sich bereits die farblose Flüssigkeit. Nun drehen die Kinder einen Docht aus Zewa-Rolle und setzen diesen ein. Mit Salzteig wird alles abgedichtet. Selbstverständlich sind auch hier Schutzbrillen Pflicht, und emsige Schülerhelfer unterstützen die Gäste bei ihrem Experiment. Schwierig wird es beim Streichholzanzünden. Aber als der Brenner endlich in Betrieb genommen ist, staunt Christian: „Hoho – cool!“.

In einem anderen Raum dreht sich alles um Sprachen. Auch hier wird, anders, als man dies vielleicht erwarten würde, fleißig experimentiert. Da werden an einer Station Fremdwörter gemeinsam herausgesucht und verschiedenen Sprachen zugeordnet. Um den ganzen Globus geht die Sprachenreise: Japanisch ist ebenso dabei wie Italienisch und selbstverständlich Englisch. Am Ende wird sogar gemeinsam in einer Fremdsprache gesungen – ein toller Erfolg! Herr Scholtes freut sich über das spielerisch geweckte Interesse.

Im Physiklabor erklärt Herr Gemmel den Gästen, was ein Stromkreis ist. Spielerisch entdecken die Schülerinnen und Schüler die Leitfähigkeit verschiedener Materialien. „Der Stromkreis muss zu sein, damit Strom fließt“, weiß Anna-Lena nun. Und Leon ergänzt begeistert: „Beim Kupferstab fließt Strom durch, der Holzstab leitet keinen Strom.“

„Ääh!“, tönt es aus dem Raum nebenan. Leonie betrachtet die Spucke am Holzspatel. Sorgfältig tragen die Kinder ihre eigenen Mundschleimhautzellen auf einen Objektträger auf. „Das Deckgläschen ist klitzeklein und sehr dünn, dünner als Papier“, erklärt Frau Diesinger diesen Teil der Vorbereitungen. Beim Einfärben der Zellen assistieren die Helferlein. Und nun kommt der spannende Moment: Wie sehen die eigenen Zellen aus? Sind Schülerzellen anders als Lehrerzellen? „Ui, ich seh‘ was!“, ruft Sipan. Mit der entsprechenden Vergrößerung erkennt er dann seine eigenen Zellen unter dem Mikroskop.

Dass es allen Spaß gemacht hat, auch den zahlreichen Helferlein aus der Schülerschaft des ASG, ist ein Beweis für eine gelungene Veranstaltung. Die Gäste jedenfalls sind restlos begeistert: „Mir hat das mit dem Flummi sehr gefallen. Die anderen Sachen waren aber auch sehr gut“, meint Emelie. Und Anna-Lena fand das Experimentieren ganz toll.

Was das ASG künftigen Gymnasiasten darüber hinaus noch alles zu bieten hat, stellt die Schulgemeinschaft an zwei Tagen vor:

Am 4.12.2012 können sich interessierte Eltern um 19.00 Uhr  in der Aula über die Schule informieren. Einen Einblick in den Unterricht gewährt die Schule am Samstag, 19.1.2013 bei einem Tag der offenen Tür.