Schüler Eltern Lehrer Mediation am ASG

Junge Künstler stellen sich vor

Schon Johann Wolfgang Goethe wusste um den Wert der Musik: Wer Musik nicht liebt, verdient nicht ein Mensch genannt zu werden. Wer sie liebt, ist ein halber Mensch; wer sie aber treibt, ein ganzer Mensch.“ Das diesjährige Kammerkonzert des ASG stand unter dem Motto „Junge Künstler stellen sich vor“.  Leistungen, die im Schulalltag nicht zutage treten, sollen an dieser Stelle gewürdigt werden.  Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen präsentieren traditionsgemäß an diesem Abend das Ergebnis ihrer Bemühungen in ihrer Freizeit.

Ein begeistertes Publikum erlebte einen Abend der besonderen Art. Klassische Musik war ebenso vertreten wie Rock, Pop und HipHop; mit einem Werk von Aram Chatschaturjan war auch die zeitgenössische ernste Musik vertreten. Alexej König (Klasse 5) feierte an diesem Abend mit einer Etüde von Félix Le Couppey sein Bühnendebüt. „Ich war schon ein wenig aufgeregt“, meint er in der Pause, „und beim Frühlingskonzert bin ich auf jeden Fall dabei“.

Den Abend eröffnete Lina Fischer am Klavier mit einem Stück von Yann Thiersen. Das zauberhafte Stück hörten die Gäste an diesem Abend noch einmal, interpretiert von Franziska Zell. Diana Mergen und Valentina Dörrenbächer boten dem Publikum eine preisverdächtige Kakaroke-Version von „Jaro f hearts“. Julia Rückel rockte am Klavier den „Crocodile Rock“, das ultimative Titanic-Gefühl kam bei Kathrin Schneiders Klavierinterpretation von „My heart will go on“ auf, Leonard Cohens Klassiker „Hallelujah“ wurde in beeindruckender Stimmgewalt von Friederike Reiter vorgetragen. Wie im Film „Die fabelhaften Baker Boys“ spielten Marvin Mergen und Michael Lehnhof gleich auf zwei Konzertflügeln. Umjubelt wurden Auftritte von „alten Hasen“ auf der Bühne: Auf gewohnt hohem Niveau musizierten Johannes Hein am Klavier, Christian Heß an der Gitarre, Pablo Hubertus am Klavier und Lukas Lattwein an der Violine sowie Alina Schiffmann und Hagen Wirth als Zweiergruppe mit Gesang und Gitarre. Auch kleine Ensembles hatten sich gebildet: Paul Steinmetz, Julius Zimmer und Lenart Kolling beispielsweise zeigten, wie sich eine Band von morgen anhören kann. Mandy Jacob, Viktoria Ney, Karsten Böhm und Philipp Müller entführten die Zuhörer mit „You’ve got the love“ von Florence and the machine in die Welt der aktuellen Charts. Jennifer Freydags Vortrag eines Stücks von Tschaikowski erwies sich als ebenso beeindruckend wie Michael Lehnhofs ausdrucksvoller Vortrag einer schwierigen Toccata von Chatschaturjan.

Unbestrittene Höhepunkte des Abends waren sicherlich die Hip-Hop-Performance „Time for Revolution“ und der abschließende Auftritt von Julia Bernardy, Johannes Hein und Matthias Loyo.

„Den Spaß an der Musik kann man an den Gesichtern unten im Saal und auf der Bühne ablesen“, stellte der Stellvertretende Schulleiter, Eric Brill, am Ende der Veranstaltung fest. „Ich hätte für jeden dieser Auftritte gerne Geld bezahlt.“ Die Musiker wurden zwar nicht mit Geld, aber mit einer Unterrichtsbefreiung für die ersten beiden Stunden am nächsten Morgen belohnt.