Schüler Eltern Lehrer Mediation am ASG

Louisa und die hyperaktive Kugel

Zum sechsten Mal erster Platz bei Schüex

Die Siegerin des Wettbewerbs „Schüler experimentieren“ im Bereich Physik besucht die Klasse 8LS des ASG. Louisa Gerhard führte eine systematische Untersuchung der Energieverluste eines Körpers, der auf einen festen Untergrund fällt, durch und belegte den Zusammenhang zwischen Energieerhaltung, freiem Fall und elastischem Stoß. Ein Interview.

ASG: Louisa, herzlichen Glückwunsch zum Sieg bei „Schüler experimentieren“. Sicher hast du dich gefreut.

Louisa: Klar. Besonders toll fand ich aber, dass meine Klassenkameraden mitgekommen sind. Wissen Sie, in den anderen Jahren war niemand mit dabei, da war ich schon traurig über das Desinteresse. 

ASG: Wie meinst du das denn?

Louisa: Na ja, ich bin ja schon zum siebten Mal dabei. Sechsmal habe ich einen ersten Platz erreicht, davon 4 Mal in Physik. Und es steckt ja auch eine Menge Arbeit in so einem Projekt. Ich habe an dieser Sache länger als fünf Monate gearbeitet, und das war manchmal schon anstrengend. Aber alle erwarten mittlerweile, dass ich gewinne, und ich fand es schön, dass meine Klassenkameraden/innen mal gesehen haben, wie viel Arbeit das eigentlich ist und was ich da überhaupt gemacht habe.

ASG: Das Motto des Wettbewerbs in diesem Jahr war „Uns gefällt, was Du im Kopf hast“. Wie kommst du eigentlich auf solche Ideen?

Louisa: Wissen Sie, mir fallen die Themen meistens während Alltagsbeobachtungen in den Schoß. Ich habe mit meiner Schwester Lilly „Geomag“, das ist ein Magnetspiel, gespielt. Dabei fiel mir eine Kugel auf die Fliesen und sprang sehr oft. Das fand ich ungewöhnlich. Dieser Frage wollte ich nachgehen, also habe ich mit Experimentieren begonnen. Ich habe immer wieder eine Kugel auf verschiedene Untergründe fallen lassen. Dazu habe ich zuerst im Partykeller verschiedene Materialien ausprobiert. Einige Materialien habe ich zum Beispiel in der Garage gefunden. Zuerst war das alles also ein simpler Ausgangsversuch, aber da steckt eine Menge Physik dahinter.

Louisas Arbeit finden Sie HIER

ASG: Und wie hast du dich dann weiter informiert?

Louisa: Ich lese viel im Internet und habe eine Menge Lexika zu Hause. Nach dem Zusammentragen aller  Informationen habe ich dann meinen Versuchsaufbau und meine Versuchsreihen geplant. Mein Lehrer, Herr Güth, hat mir Kugeln für die Grundversuche gegeben. Die zusätzlich benötigten Materialien wurden mir von verschiedenen Firmen auf Anfrage zur Verfügung gestellt. In meiner schriftlichen Dokumentation habe ich die Ergebnisse schließlich zusammengefasst und ausgewertet. Diese hat Herr Güth gegengelesen und einige Dinge angemerkt. Auch meine Eltern haben mich, wie bei meinen vorherigen Teilnahmen, unterstützt.

ASG: Bei dir zu Hause sieht es bestimmt interessant aus…

Louisa: Eigentlich nicht, aber der Partykeller ist mein Labor. Dort habe ich auch die Präsentationen von den anderen Wettbewerben archiviert.

ASG: Nun ist der Wettbewerb vorbei. Ist dir schon ein neues Thema in den Schoß gefallen?

Louisa: Ja, aber daran kann ich noch nicht arbeiten. Zuerst konzentriere ich mich auf den Wettbewerb „Jugend forscht“, für den ich mich durch meinen Landessieg bei Schüler experimentieren qualifiziert habe. Gerne würde ich auch noch an meinem jetzigen Projekt weiterforschen: Ich könnte alles eichen und für die reale Welt tauglich machen.

ASG: Louisa, vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei dem Wettbewerb.