Schüler Eltern Lehrer Mediation am ASG

Picobello - wir waren dabei

Was macht die Gartenbank da hinter der Hecke?

Schülerinnen und Schüler des ASG machen Frühjahrsputz im Hüttenwald

„Ich glaub‘ es nicht!“, staunt Christian Egelhaaf, Klassenlehrer der 5E2, als einige seiner Schüler die ersten Möbelstücke aus dem Wald anschleppen. Schnell füllen sich die Müllsäcke der Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichsten Dingen: Zigarettenpackungen, Plastikverpackungen, Tempotaschentücher, Dosen, Flaschen, Haushaltsgegenstände aller Art. Sogar ganze Müllsäcke voll mit Abfall finden die eifrigen Schülerinnen und Schüler im Hüttenwald und am Herrenstück.

Wie jedes Jahr nimmt die gesamte Klassenstufe 5 des ASG Dillingen an der EVS-Aktion „Saarland picobello“, dem alljährlichen Frühjahrsputz in Wald und Flur, teil. Ausgerüstet mit Handschuhen, Greifzangen und Abfallsäcken durchstreifen die Kinder die angrenzenden Waldstücke auf der Suche nach den Hinterlassenschaften anderer. „Iiiih, ist das eklig!“, hört man mehr als einmal durch den Wald schallen.  Besonders empört sind Lina und Mara über die zahlreichen Flaschen, die sie nach kurzer Zeit bereits eingesammelt haben: „Alles Alkohol, kleine und große Flaschen – da können Tiere dran sterben und Kinder sich verletzen, wenn sie da reintreten.“

Spätestens nach dem Fund eines Brotkorbs und diverser Haushaltsartikel wie Eimer, Besenstücke und Blechteile wundert sich Niklas: „Was die Leute so alles in den Wald werfen!“ Nachdem  Schülerinnen und Schüler der Klasse 5E3 eine zerbrochene Kunststoff-Gartenbank aus dem Herrenstück gezogen haben, kennt der Sammeleifer keine Grenzen mehr. Jeder will eine der begehrten Greifzangen haben, so dass spontan ein Zeitplan entworfen wird, wer wie lange die Greifzange bedienen darf. 

Das Ergebnis der Sammelaktion kann sich sehen lassen. Insgesamt haben die 94 Schülerinnen und Schüler  an diesem Freitagmorgen innerhalb von weniger als zwei Stunden vierzehn Säcke voll Abfall eingesammelt und der Entsorgung zugeführt. Besondere Fundstücke an diesem Tag waren neben der zerbrochenen Gartenbank auch ein ganzer Schrank und ein großer, undefinierbarer Metallgegenstand. Schulleiter Stefan Schmitt betont am Ende des Tages: „Die Schüler sehen, dass ganz konkret etwas getan werden kann im Sinne der Übernahme von Verantwortung für die Umwelt. Wir behandeln solche Themen nicht nur theoretisch im Unterricht, sondern zeigen auch praktisch, was all dies bedeutet.“ Ein ausdrückliches Lob spricht er allen Schülern, aber auch den beteiligten Lehrkräften aus, „die das beseitigen, was Umweltsünder in der Landschaft hinterlassen haben.“