Schüler Eltern Lehrer Mediation am ASG

SKI-Lehrfahrt Sedrun 2012

Sedrun, immer eine Reise wert.

In diesem Jahr machten sich 79 Schüler mit insgesamt 15 Betreuern auf den Weg in die deutschsprachige Schweiz. Und obwohl wir schon zum insgesamt zehnten Mal nach Sedrun fahren, gibt es doch immer wieder Neuigkeiten zu berichten. 

In diesem Jahr haben wir zum Beispiel während der Nachtfahrt festgestellt, dass man die Ansagen an der Raststätte präzisieren muss. Der Hinweis, die Jacken beim Aussteigen aus dem Bus anzuziehen, da es kalt sei, reicht nicht mehr aus, um alle Schüler in geeigneter Kleidung auf dem Parkplatz wieder zu treffen. 

Auch dachten wir bisher, dass es unmöglich sei, mit einem linken Skischuh Größe 39 und einem rechten Skischuh Größe 42 Ski zu fahren. Aber es geht, wenn man die Ski entsprechend anpasst. Nicht überraschend war dann die Feststellung, dass das Ganze auch seitenverkehrt nochmals funktionieren muss.

Nicht neu, war dass die Sonne in den Bergen eine doch recht deutliche Veränderung der Gesichtsfarbe hervorrufen kann. Neu festgestellt haben wir aber, dass die Bergbahnen darauf vorbereitet waren und den „Große Bruder“ schon aufgestellt hatten.

Nicht überraschend war die Feststellung, dass Salat gesund ist und schmeckt. Überraschend war allerdings schon, dass das auch manch Schüler so sah. Nicht überraschend war dagegen wieder die Hilfsbereitschaft der Schüler, die immer wieder dafür sorgten, den Betreuern die Mahlzeiten so angenehm wie möglich zu gestalten.

Beim Thema Ordnung halten gab es auch eine Premiere. Ein Herrenbadezimmer wurde prämiert. Dafür gewannen die Damen den Wettbewerb: „Wer wedelt am besten mit den Beinen!“. Fairerweise muss man allerdings dazu sagen, dass dieser Wettbewerb nur in den Damenzimmern ausgetragen wurde. Den Wettbewerb „Wer hat die beste Zimmerabmeldung“ gewann diesmal allerdings ein Herrenzimmer, dessen Insassen musikalisch und lyrisch nicht zu übertreffen waren.

Eine weitere Neuigkeit war auch, dass die Anfänger am ersten Skitag gemeinsam einen Gewöhnungsparcours absolvierten, wobei wir beim eigentlichen Thema wären: dem Skifahren. Nachdem der erste Tag auch als „Meetingtag“ in die Geschichte der Skiexkursion eingehen wird (1. Meeting -  11 Uhr: Mittagessen; 2. Meeting - 12.30 Uhr: Einweisung, bei dem es sich unser Alterspräsident nicht nehmen lies, auf dem Tisch zu demonstrieren, wie man einen Skischuh anziehen sollte; 3. Meeting -  14 Uhr: Ski- und Helmausleihe; 4. Meeting - 16 Uhr: Skischuhe anprobieren; 5. Meeting – 17 Uhr: Ski ins Skigebiet bringen und dann doch im Keller stehen lassen; 6. Meeting – 18 Uhr: Abendessen; 7. Meeting – 19 Uhr: Vorstellen der Betreuer und den Ablauf des ersten Tages; achtes und letztes Meeting – 21 Uhr: Zimmerkontrolle), ging es dann am nächsten Tag endlich „richtig“ los. Und direkt wünschten sich einige wieder die Meetings des Vortages zurück. Diese waren zwar nervend, aber beileibe nicht so anstrengend wie der erste Fußmarsch zur Piste. Die Anfänger, zum ersten Mal in Skischuhen, mussten zunächst noch ihr ganzes Skimaterial zur Piste bringen. Dort endlich angekommen, wurden sie mithilfe verschiedener Stationen an das neue Sportgerät gewöhnt. Die Nicht-Anfänger durften in der Zwischenzeit ihr Können auf der „großen“ Piste zeigen. Dieser erste Tag verflog wie im Flug, was auch dem schönen Wetter zuzuschreiben war.

Auch in den folgenden Tagen wechselten sich Sonne und Neuschnee immer wieder ab, so dass die Bedingungen die ganze Woche fast optimal blieben. Eine Folge: keine Verletzten UND keine Kranken, wodurch unser alt eingesessener „Doktor House“ seine Überstunden aus den Vorjahren zurückfeiern konnte.

Die Schüler zeigten sich die ganze Woche hoch motiviert, so dass sich auch die entsprechenden Erfolgserlebnisse einstellen konnten und am Ende der Woche alle auf der „normalen“ Piste fahren konnten.

Am Ende bleibt deshalb nur noch „Danke“ zu sagen.

Danke an die Begleitpersonen, ohne die die Durchführung einer solchen Veranstaltung nicht möglich wäre. Die Begleiter müssen nicht nur zwei Wochenenden „opfern“, sondern auch eine Woche lang von morgens bis abends zur Verfügung stehen. Dazu kommt bei manchen Begleitpersonen, dass sie dafür zusätzlich sogar eine Woche ihres Jahresurlaubes opfern.

Danke aber auch den Schülerinnen und Schülern, die durch ihr Verhalten einen ganz großen Teil zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

(HFM)