Schüler Eltern Lehrer Mediation am ASG

1000 Jahre alte Erzähltechnik in neuem Gewand

1000 Jahre alte Erzähltechnik in neuem Gewand

Klasse 5F1 des ASG Dillingen lernt das Vortragen mit dem Kamishibai  

 „Kamishibai – was ist das denn?“, fragten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5F1, als das japanische Erzähltheater zum ersten Mal vorgestellt wurde. Schließlich sollten sie in kleinen Gruppen mit Hilfe dieses „Fernsehers ohne Strom“ Referate halten und dabei zu Fotos von ihrem Thema erzählen. Im Rahmen eines Seminartages erlernten die Schülerinnen und Schüler grundlegende Techniken des Vortragens. Es ist nicht leicht, sicher vor der Klasse zu stehen, laut und deutlich zu sprechen, die richtigen Pausen zu setzen, sinnvoll zu betonen, das Sachthema im Blick zu behalten und gleichzeitig das Publikum nicht aus den Augen zu verlieren. Dann mussten die gehaltenen Referate auch nach einem Kriterienkatalog von den Schülerinnen und Schülern bewertet werden. Die Leitung des Seminar lag bei den Lehrkräften Frau Obermann (Französisch) und Frau Leidner-Gersing (Deutsch).

Glücklicherweise standen so viele unterschiedliche Bildkartensätze zur Verfügung, dass jedes Kind ein Thema fand, das seinen Interessen entsprach. So reichte die Bandbreite der Vorträge von „Im Fußballstadion“ über „Der Fuchs“ bis hin zu „Die Biene“.

Und das sagen Schülerinnen und Schüler der 5F1 zum Einsatz des Kamishibai bei ihrem Vortrag:

Hendrik: „Ich hätte nie gedacht, dass es so viel Spaß macht mit dem Referat und dem Kamishibai.“

Ida: „Mir hat gefallen, dass es so viele verschiedene Bilder gab und dass für jeden etwas dabei war. Ich habe mich darüber gefreut, dass wir einen ganzen Tag an unserem Referat arbeiten durften.“

Bathuhan: „Mir hat es gefallen, dass jeder sich sehr viel Mühe gegeben hat. Das Kamishibai ist eine faszinierende Erfindung.“

Marlene: „Ich hätte nie gedacht, dass es sogar Spaß macht mir dem Kamishibai zu arbeiten.“

Kyrill: „Es hat mir gefallen, weil es sehr abwechslungsreich war. Ich hätte nie gedacht, dass Deutsch so viel Spaß machen kann.“

Daria: „Es hat mir gefallen, dass es Themen für jeden Geschmack gab. Ich hätte nie gedacht, dass das Vorbereiten eines Referats so schnell geht.“

Getoar: „Es hat mir gefallen, dass wir ein paar Stunden üben konnten. Das Kamishibai ist ein gutes Ding, um Referate zu halten.“

Eva: „Es hat mir gefallen, dass wir in Teams gearbeitet haben und dass wir nicht beim ersten Referat alleine vor der Klasse gestanden haben. Ich habe mich gefreut, weil wir neue Sachen gelernt haben.“

Vivienne: „Ich habe mich sehr gefreut, weil jeder gut mitgearbeitet hat.“

Tom: „ Es hat Spaß gemacht das Referat zu halten und es war cool, mal wie eine Jury zu sein.“

Das Kamishibai stammt ursprünglich aus Japan und bedeutet übersetzt „Papiertheater“. Schon vor 1000 Jahren nutzten buddhistische Mönche das Erzähltheater, um der Bevölkerung, die meist nicht lesen konnte, Glaubenslehren nahezubringen. Im 20. Jahrhundert erlebte das Kamishibai in Japan seine Blüte, als Süßwarenverkäufer die bunten Bildergeschichten dazu nutzten, Käufer anzulocken. Die Händler fuhren, den Holzkasten auf dem Fahrrad mitnehmend, durch die Lande und erzählten ihre Geschichten. Seit einigen Jahren wird das Kamishibai zunehmend im Bildungsbereich eingesetzt. Das ASG hat zwei Kamishibai-Erzähltheater angeschafft, damit die Methode des bildgestützten Erzählens auch im Unterricht angewendet werden kann.